
![]() 11. Mai 2010, 06:08:44 An die oberen Donau Donaufahrer!Eine Ausnahmegenehmigung zum Befahren der Donau im Bereich des Landkreises Biberach wurde von mir beantragt.Die Brückenbaustelle der B 16 in Günzburg kann nicht passiert werden. Wir müssen etwa 2 km umtragen. Bootsanhänger stehen zur Verfügung. Die Rechnung und weitere Infos erfolgen demnächst. Viele Grüße Max Scharnböck 5. Juni 2010, 21:10:02 An die oberen DonaufahrerAm 5. Juni 2010 habe ich vom Landratsamt Biberach eine Befreiung vom Befahrungsverbot von Binzwangen bis Zwiefaltendorf erhalten. Für die Strecken Hausen-Sigmaringen und Sigmaringen-Hundersingen werde ich die Genehmigungen am 11. Juni 2010 einholen. Unser Areal auf dem Campingplatz in Sigmaringen ist ab sofort für uns reserviert. Der Wasserstand auf der oberen Donau ist derzeit sehr gut. Pegel Beuron am 5. Juni 2010: 84 cm. Erforderlich sind 50 cm. Fußball-WM in Südafrika: Das Spiel Deutschland-Australien findet am Sonntag, 13. Juni, 20:30 Uhr, statt. Im Restaurant beim Campingplatz ist ein Fernsehgerät. Dort gibt es auch gutes Essen und diverse Getränke.15. Juni 2010, 16:02:31 55. TID 2010 inoffiziell gestartetDer inoffizielle Start der 55. TID 2010 erfolgte am Sonntag, 13. Juni, kurz vor 12:00 Uhr in Donaueschingen. Bis Samstag waren von 21 Gemeldeten 19 Teilnehmer (darunter vier Frauen) angereist. Vier wollen die gesamte Donau bis zum Schwarzen Meer paddeln. Die Gruppe war von Anfang an sehr harmonisch. Bevor es aufs Wasser ging, fuhren wir um 7:30 Uhr mit dem Bus von Sigmaringen nach Donaueschingen. Während der knapp 1 ½ Stunden Fahrt regnete es beträchtlich. Beim Abladen der 18 Boote vom TID-Hänger ließ der Regen nach. Bei der anschließenden Stadtführung blieb es trocken. Unsere Stadtführerin, die selbe wie letztes Jahr, zeigte uns das 1200 Jahre alte fürstliche Donaueschingen mit 25000 Einwohnern. Durch den Schlossgarten gelangten wir zur Einfassung der Donauquelle. Von hier aus wird die Donau auf ihre ca. 2800 Kilometer Reise durch zehn europäische Länder geschickt. Sieben Länder werden von der TID besucht: Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Serbien, Bulgarien und Rumänien. Über die katholische Stadtpfarrkirche, die ehemaligen Wohnhäuser der Bediensteten des Schlossherrn und die schöne Innenstadt mit dem Rathaus ging es zurück zu unserem Einsetzort an der Brigach. Auf dem Weg dorthin kamen wir am Ungarnkreuz vorbei, das an die schicksalhafte Schlacht vom 22. Juli 1456 bei Nándor-Fehervár (Belgrad) zwischen ungarischen und türkischen Truppen erinnert. Der Sieg der Ungarn rettete das Abendland vor islamischer Herrschaft. Nach der Wende 1989 kam es zur Städtepartnerschaft zwischen dem ungarischen Vác an der Donau und Donaueschingen. Die TID-Karawane wird in einigen Wochen sowohl Vác als auch Belgrad passieren bzw. besuchen. Bei kühlen Temperaturen und einigen Regenschauern paddelten wir bei extrem niedrigem Wasserstand los. Dank der kühlen Maiwitterung hielten sich im Gegensatz zum Vorjahr die Blumenwiesen auf der Donau in Grenzen. Stark zugenommen hat die Schwanenpopulation. An die 30 Schwäne beäugten uns neugierig, drei davon waren etwas aggressiv, haben aber unsere Überlegenheit schließlich anerkannt. Die beiden Wehre nach sieben bzw. 14 Kilometer waren Dank der gegenseitigen Hilfe rasch umtragen. Zwischendrin gab es immer wieder Grundberührung bzw. musste getreidelt werden. Auch eine glimpflich verlaufene Kenterung an einem Strauch im Uferbereich konnten wir verzeichnen. Im Gegensatz zu den beiden Vorjahren paddelten wir bis zum Wehr in Immendingen und beendeten dort nach 25 Kilometer gegen 16 Uhr unsere Fahrt. Unser Bus konnte nicht zu der einen Kilometer oberhalb befindlichen Rampe fahren, weil der Untergrund zu matschig war. Nach einer warmen Dusche und Stärkung im Restaurant am Campingplatz durften wir Zeuge des deutschen Sieges gegen Australien bei der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika sein.Tags darauf, am Montag, wurden um 8 Uhr unsere Boote mit dem TID-Hänger zur Einsetzstelle nach Hausen gebracht. Die Paddler fuhren mit weiteren drei PKW dorthin. An diesem Tag blieb es trocken und auch die Sonne ließ sich blicken. Der Pegel betrug 72 cm (50 cm sind die Mindestmarke). Für die Genehmigung waren pro Kajak 3 Euro zu bezahlen. Zwei der vier Wehre mussten umtragen werden, die anderen waren fahrbar. Ein Canadier eines Bootsverleihers sorgte in einer Engstelle für die zweite Kenterung eines TIDlers, ohne Folgen. Nach vier Stunden und 22 km trafen ab 13 Uhr die Ersten in Sigmaringen ein. Der Nachmittag war sehr erholsam und Max Scharnböck zeigte am Abend einen kurzen Film von der Abfahrt in Hausen und aktuelle Bilder von den ersten beiden Touren. Der Ruhetag am Dienstag, 15. Juni, wurde individuell zu Ausflügen, Besichtigungen oder anderen Beschäftigungen genutzt. Nach anfänglichem Regen beruhigte sich das Wetter und ein aufkommender Wind vertrieb die Regenwolken. Fortsetzung folgt. 18. Juni 2010, 09:14:38 Obere Donaufahrt unterbrochenStarke und anhaltende Regenfälle und Temperaturen um die 12 Grad ließen uns die Etappen Rechtenstein-Öpfingen-Ulm absagen. Siehe nachfolgende Berichte.16. Juni 2010 Sigmaringen-Hundersingen Von Brigitte Urban-Binder, RdE Hamburg Einen Abend vor der Fahrt von Sigmaringen nach Hundersingen saßen wir in netter Runde in unserem Gemeinschaftszelt gemütlich bei Wein und Bier zusammen . Max besprach mit uns wie jeden Abend die Paddeltour für diesen Tag, wie wir zur Einsetzstelle mit unseren Boote gelangen können, welche Hindernisse uns erwarteten, wo wir umtragen müssen, wann der Bus uns abholt, wo wir unsere Boote bis zum nächsten Paddeltag über Nacht lagern können. Zum Abschluss des Tages zeigte Max uns einen Film von der zweiten TID Fahrt 1957 von Bratislava bis Belgrad und von der 49. TID 2004 bei der Helma ihren 84 Geburtstag feierte . Es war ein schöner Abend und wir freuten uns alle auf den nächsten Paddeltag. Morgens sitzen wir gemeinsam beim Frühstück, schieben mit den Booten auf den Bootswagen ein kurzes Stück zu Fuß zu der Einsetzstelle hinter dem Schloss von Sigmaringen. Pünktlich um 8 Uhr sitzen wir in den Booten. Die Donau fließt flott dahin. Wir kommen gut voran. Ein paar angekündigte Schwälle können wir dank des guten Wasserstandes ohne Kenterung zügig umfahren. Bei zwei Wehrstufen treidelten wir die Boote. Aber weil alle obere Donau-TID-Paddler beim Aus- und Einsteigen behilflich waren, überwanden wir gemeinsam die Wehre. Durch die vielen Stufen hatten wir viel Spaß auf der Fahrt. Zwei Stunden eher kamen wir an der angekündigten Scheune in Hundersingen an. Dort wartete schon der Bauer, in dessen Scheune wir unsere Boote bis zum nächsten Morgen lagern konnten; zur 4. Fahrt auf der Donau. Der organisierte Bus holte uns mit unserem Tagegepäck ab und brachte uns zurück zum Zeltplatz nach Sigmaringen. Einige gingen zum Essen, andere in den Ort zum Einkaufen oder zur Schlossbesichtigung. Ich legte mich ein wenig schlafen, denn zur nächsten Fahrt sollte ich fit sein. 28 km von Hundersingen nach Rechtenstein sind zu meistern. Den Abend verbringt die Paddelgruppe gemeinsam in der Campingplatz-Kneipe, um den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen. Die Fußball-WM auf dem Bildschirm interessiert nur am Rande. An alles, an wirklich alles hat Max gedacht. Eine tolle Organisation, eine nette Paddelgemeinschaft. Vielen Dank für diesen schönen Paddeltag Max. 17. Juni 2010 Hundersingen-Rechtenstein Von Brigitte Urban-Binder, RdE Hamburg Die Wettervorhersage lautet für heute: kühl ,15 Grad Lufttemperatur, regnerisch. Der Bus holte uns um 7.30 Uhr vom Campingplatz ab. Wir fuhren bis nach Hundersingen wo wir unsere Boote aus der Scheune abholten. Wegen des leichten Nieselregens fuhren wir ziemlich flott die Donau hinab. Die Strecke der oberen Donau ist Naturschutzgebiet und für die Befahrung benötigt man eine Genehmigung vom Landratsamt Biberach. Die obere Donau ist ein naturbelassenes Stück Flusslandschaft mit umgeknickten abgestorbenen Bäumen im Wasser, überall Felsbrocken im Wasser und wunderschön weiß blühendes Wassergras, sehr reizvoll für Paddelfreunde. Durch das starke Gefälle der Donau, wir befinden uns auf ca. 750 m über N.N., wird die Fliesgeschwindigkeit durch viele künstliche Wehre und Steinwälle verlangsamt. Für uns Paddler nicht immer so einfach zu befahren. Jeden Tag eine Kenterung, heute waren es gleich zwei!! Unser Ehepaar aus Bremen, langjährige Wildwasserfahrer, eine kleine Fehleinschätzung der Befahrung eines Steinschwalls und schwups liegt Werner im Wasser! Die Kenterung sieht ziemlich gefährlich aus, aber viele helfende Hände bringen Werner glücklich durchnässt an das Ufer. Das Boot wird geborgen, Werner steigt ein und fährt mutig weiter. Hätte auch schlimmer ausgehen können. Ein paar Kilometer weiter, die Donau macht unter einer Brücke eine scharfe Rechtskurve , riesige Kiesablagerungen zwingen uns Paddler scharf anzukanten um die Kurve sicher zu befahren, jetzt erwischt es Thorsten aus Coswig , die zweite Kenterung! Wieder stoppen wir unsere Fahrt um Thorsten zu helfen das Boot zu bergen und das Wasser aus dem Boot zu kippen, damit er wieder einsteigen kann. Stress pur, wenn das so weiter geht bin ich wohl auch mal fällig, na ja, habe ja Erfahrung mit dem Kentern, aber trotzdem ist es für denjenigen der kentert unangenehm und eine feuchte und kalte Angelegenheit, aber Paddeln ist halt ein Wassersport! Um 13 Uhr, nach 28 km , in Rechtenstein angekommen, fahren wir die Boote in drei Garagen über Nacht. Wir gehen zu dem Treffpunkt, der Bahnhofsgaststätte. Die Wirtin ist ein wenig überfordert mit uns vielen Gästen, aber heißen Tee oder Kaffee und eine Flädle Suppe wurde für uns schnell in der Küche zubereitet und wir waren glücklich. Den ganz hart gesottenen schmeckte auch ein kühles frisch gezapftes Glas Bier nach der anstrengend Tour. Rundum zufrieden wurden wir von unserem Busfahrer zurück zum Zeltplatz gefahren. 18. Juni 2010 Von Max Scharnböck In der Nacht begann der angekündigte große Regen, der den ganzen Tag bei 12 Grad anhalten sollte. Im Gemeinschaftszelt wurde beschlossen, die Fahrten nach Öpfingen und Ulm abzusagen. Der Transferbus nach Hundersingen war pünktlich in Sigmaringen, er wurde wieder nach Hause geschickt. Garagenbesitzer Josef Stöhr war damit einverstanden, dass wir die Boote noch eine Nacht bei ihm unterstellen durften. Der Bus von Neu-Ulm nach Öpfingen wurde storniert und auch die Wirtin in Öpfingen musste auf uns verzichten. Ein Teil beschloss, im Palmengarten am Campingplatz Mittag zu essen und anschließend das WM-Spiel Deutschland gegen Serbien anzuschauen. Für Samstag wurde vereinbart, um 10 Uhr den Campingplatz zu räumen, die Boote in Rechtenstein zu holen und nach Ulm zu fahren. Von hier müssen die Autos nach Ingolstadt gebracht werden, denn ab Montag, 21. Juni, beginnt die Gepäckfahrt. Bleibt nur zu hoffen, dass sich der Wasserstand in der Donau nicht zu sehr erhöht und die 15 Schleusen zwischen Ulm und Ingolstadt geöffnet bleiben. Im vergangenen Jahr mussten 10 Schleusen mühevoll umtragen werden. Fortsetzung folgt 21. Juni 2010, 16:20:50 Obere Donaufahrt abgebrochenHeftige Regenfälle führten zu einem ganz beachtlichen Hochwasser auf der Donau, so dass die Schleusen zwischen Ulm und Ingolstadt gesperrt werden mussten. Die Strömung vor den Kraftwerken war enorm stark und durch den Überlauf bei den Schützen war es extrem gefährlich aus- und einzusetzen. Die Teilnehmer bleiben bis Die., 22.6., in Ulm und fahren dann mit den Autos nach Ingolstadt. Sollte mit der zu erwartenden Wetterbesserung eine Befahrung der Donau wieder gefahrlos möglich sein, werden einige Etappen von Ingolstadt aus organisiert (z.B. Donauwörth-Neuburg-Ingolstadt).Zur Zeit ist auch der TID-Platz in Winzer überschwemmt. Franz vom Motorsportclub Winzer ist aber zuversichtlich, dass das Wasser bis 1. Juli abgelaufen und die Wiese trocken ist. Viele Grüße Max Scharnböck 25. Juni 2010, 11:30:01 Obere Donaufahrt beendet19. Juni 2010 von Max ScharnböckDie Donau in Rechtenstein war mächtig angeschwollen und schoss über das Wehr. Von den Inseln nach dem Wehr war nichts zu sehen. In Ulm angekommen zeigte sich die Donau von ihrer wilden Seite. Hoher Wasserstand, Wellen, Baumstämme und mit einer ungeheueren Geschwindigkeit floss sie am Bootshaus der Ulmer Kanufahrer (UKF) vorbei. Wolfgang Kurz teilte mit, dass die Schleusen gesperrt seien. Vom Himmel fiel unaufhörlich Regen. Thomas Lang, 1. Vorsitzender der UKF, bot den Paddlern als Übernachtungsstätte den Saunaruheraum mit herrlichem Blick auf die Donau und Ulm an. Von etlichen wurde dies sehr gerne angenommen, mussten doch die Zelte in Sigmaringen nass abgebaut werden. Im kleinen Kreise wurde das weitere Programm beraten. Schließlich wurde entschieden, die obere Donaufahrt 2010 abzubrechen, weil die Befahrung der Donau insbesondere im Wehrbereich zu gefährlich war. Am Dienstag zog die Karawane weiter nach Ingolstadt. 25. Juni 2010 von Elfi Krahmer Die TID-Paddler nutzten die Zwangspause um sich das Ulmer Fischerviertel mit der Blau, einem blau schimmernden Donauzufluss, anzusehen. Eine Stadtführung mit Besuch des Ulmer Münsters mit dem höchsten Kirchturm der Welt brachte uns Ulm näher. Ein Besuch des Donauschwäbischen Zentralmuseums informierte über die „Schwabenzüge“ genannten Auswanderungswellen des 17. und 18. Jahrhunderts und gab einen neuen Blick auf die Geschichte der Menschen in den Landschaften die die Paddler in wenigen Wochen besuchen würden. Am Sonntag fand der Landesposaunentag der Evangelischen Kirche Baden Württembergs in Ulm statt. Von anspruchsvoller Kirchenmusik bis Jazz wurden an den Plätzen der Innenstadt und in den Kirchen viele Konzerte angeboten. Am Nachmittag gaben ca. 6000 bis 8000 Bläser unter Glockengeläut und Chorbegleitung ein ergreifendes Abschlusskonzert. Als die Bläser ihre Instrumente zum Abschiedsgruß in die Höhe hielten, glänzte der ganze Platz. Wirt Gerd vom UKF kümmerte sich sehr aufmerksam um die gestrandeten Paddler. Vielen Dank nach Ulm für die Gastfreundschaft! Ekkehard und sechs ungarische Paddler waren am Dienstag mit leeren Booten und Begleitfahrzeug auf der immer noch heftig ziehenden Donau nach Ingolstadt gestartet. Am Donnerstag kamen die abenteuerlustigen Paddler wohlbehalten in Ingolstadt an. Die restliche Gruppe hatte sich in Ingolstadt häuslich eingerichtet und unternahm mehrere Tagestouren. |